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Rostiges Willkommen-Schild im blühenden Garten in Hall in Tirol

Hall in Tirol & ab nach Gnadenwald

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Bei dieser Wanderung ging es mit dem Zug nach Hall in Tirol, wo wir dann erst einmal in Ruhe die verwinkelte Altstadt unsicher gemacht haben. Und bei diesem Ausflug findest Du viele interessante Motive in der Altstadt und kannst dann später auch noch die Natur genießen.

Hall in Tirol

Wenn man von Innsbruck mit dem Zug dort ankommt, dann hat man erst das Gefühl, man ist in einer Industriehochburg gelandet. Aber nachdem wir den Bahnhof Hall in Tirol hinter uns gelassen hatten und in Fahrtrichtung weiter zogen, öffnete sich zur Linken die Altstadt mit ihren schönen, zum Teil engen Gassen. Und wer in Sachen Fotografie das Alte und die Details liebt, der kann sich mit seiner Kamera und auch Handy „austoben“!

Aber auch die kleinen Bäckereien, Cafes und Eisdielen in und um die Altstadt laden zu Verweilen ein. Und dann sind da noch die Fassaden, die in so einer kleinen Stadt auch „glänzen“ auch dann wenn sie in die Jahre gekommen sind und der erste Putz bröckelt.

Tipp in Sachen Fotografie: Wenn Du mit wenig Platz im Rücken, Bilder von Fassaden machen möchtest, dann lasse um das spätere Bild immer viel Platz. Dann kannst Du später z.B. in Darktable wunderbar die Perspektive „begradigen“ ohne das Du von Deinem Bild etwas abschneiden musst.

Stadtpfarrkirche Hall in Tirol

Auch eine Kirche war im Programm enthalten und wir hatten drum herum und drinnen unsere Ruhe. So konnte ich auch dort ein paar schöne Aufnahmen machen. Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Nikolaus liegt am Oberen Stadtplatz in der Altstadt von Hall in Tirol (Österreich).

Im Jahre 1281 wird zum ersten Mal ein Kirchlein mit dem Patrozinium hl. Nikolaus und hl. Ingenuin in Hall urkundlich erwähnt. Da aber das Gotteshaus für die aufstrebende Salzstadt zu klein wurde, wurde es im Jahre 1352 umgebaut und erweitert. Im selben Jahr erhielt die Kirche auch das Taufrecht, war aber noch von der Mutterpfarre Absam abhängig.

Da aber der Absamer Pfarrer ab 1413 in der Stadt Hall wohnte und die Einwohnerzahl im 15. Jahrhundert stark anstieg, wurde die Kirche wiederum erweitert und erhielt ihre heutige gotische Gestalt. Im Zeitraum von 1420 bis 1440 baute der Haller Baumeister Hans Sewer das einschiffige Langhaus zu einer dreischiffigen Kirche um. Weil dabei das Gebäude nicht nach Süden hin erweitert werden konnte und der alte Chorraum im Kern beibehalten wurde, erscheint das Presbyterium heute abgeknickt.

Gegen Ende des 16. Jahrhunderts wurde die Kirche zum ersten Mal renoviert. Beim schweren Erdbeben am 17. Juli 1670 stürzte der Turm der Pfarrkirche ein, wurde aber bis 1676 im barocken Stil wieder aufgebaut. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts begann man mit der Barockisierung der gesamten Kirche. Bei einem Brand im Jahre 1875 wurde der Dachstuhl teilweise zerstört, das Dach und die auf dem Giebel der Westfassade stehende Figur des hl. Nikolaus mussten in Folge erneuert werden. Im 20. Jahrhundert wurden die Deckengemälde zweimal renoviert.

Legende vom „Haller Kübel“

Im Volksmund werden die Bewohner der Stadt Hall als „Haller Kübel“ (tirolerisch Håller Kiebl) bezeichnet. Dieser Name geht auf ein Ereignis zurück, das sich in der Pfarrkirche abgespielt haben soll. Als am Fest Christi Himmelfahrt die Jesusstatue in die Höhe gezogen wurde, riss das Seil und die Figur zerschellte am Kirchenboden. Einige traditionsbewusste Haller sammelten sogleich die Bruchstücke zusammen und gaben sie in einen Kübel. Schließlich wurde der Eimer mit den Scherben mit den Worten åber aufi muaß er (hochdeutsch „aber hinauf muss er“) in den „Himmel“ gezogen. (Quelle: Wikipedia)

Nach so viel Kultur zog es uns dann doch noch in die Natur und wir nutzen nach einem Eis den Bus, der uns nach Gnadenwald genauer gesagt nach Kranzach brachte. Dort angekommen fing es zwar an zu regnen aber wir waren schnell in Sicherheit unter hohen Bäumen. Der Weg führte uns erst in Richtung St. Michael und später in Richtung St. Martin. Immer wieder öffnete sich der Wald und zeigte und den wunderbaren Blick in Tal. Und hier waren wir wieder unter uns und konnten die Pflanzen- und Tierwelt genießen.

Viel schöne Bänke laden auf dem Weg zum verweilen ein und wenn man Zeit hat, dann kann man in dieser Gegend auch schon mal ein wenig träumen. Bei diesem Ausflug macht das „Kleinstadtgewirr“ genauso viel Spaß, wie die Ruhe in den Höhen am Berg. Es ist eine wunderbare Kombination für die Sinne und auch eine Herausforderung für jeden Fotografen. Erst Menschen und Architektur, später Natur und Landschaftsfotografie. Da ist für jedem etwas dabei.

Wie gewohnt kannst Du unserer Route auch auf Komoot folgen und weitere Wanderungen findest Du hier im Blog.

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Carola & Stephan

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