Ich muss einfach auch als Naturfreund das Thema Müll in der Natur auch hier auf unserer Seite zum Thema machen. Wie oft hört man den Spruch: „Ist schon nicht so schlimm!“
Plastik Müll oder noch besser Müll gehört in die richtige Mülltonne und die Natur ist das ganz bestimmt nicht.
Plastikflasche, Plastikverpackung für die Brote oder Riegel
So lange ich denken kann, haben wir jeder 2-3 Wasserflaschen aus den unterschiedlichsten Materialien für unsere Outdoor Aktivitäten. Und das Essen landet in wieder benutzbare, auswaschbare Beutel oder Brotboxen. Und wenn wir das eine Utensil mal ersetzten, dann wieder durch eines, was uns mindestens 2 Jahre treu zu Diensten ist.
Und meistens haben wir eher Obst als Brote dabei und auch wenn wir mal Riegel gekauft haben, dann landet alles wieder im Rucksack und wird Zuhause ordentlich entsorgt.
Unser Motto: Wir hinterlassen keine „Müll-Abdrücke“ bei allen Aktivitäten!

Wie lange braucht eine 0,5-Liter-Plastikflasche (PET) in den Alpen, bis sie vollständig verschwunden ist?
Wer beim Wandern in den Alpen unterwegs ist, genießt meist unberührte Natur, klare Bergluft und beeindruckende Landschaften. Umso ärgerlicher ist es, wenn am Wegesrand achtlos weggeworfener Müll liegt. Besonders häufig findet man Kunststoffabfälle wie PET-Flaschen. Doch wie lange dauert es eigentlich, bis eine 0,5-Liter-PET-Flasche auf etwa 1.200 Metern Höhe in den Alpen vollständig abgebaut ist?
PET verrottet nicht wie natürliche Materialien
PET steht für Polyethylenterephthalat und gehört zu den langlebigsten Kunststoffen unserer Zeit. Im Gegensatz zu Holz, Papier oder organischen Abfällen wird PET nicht von Mikroorganismen vollständig zersetzt. Stattdessen zerfällt das Material durch Sonnenlicht, Temperaturschwankungen, Wind und mechanische Belastungen in immer kleinere Kunststoffteile.
Aus diesem Grund sprechen Wissenschaftler häufig nicht von „Verrottung“, sondern von einem langsamen Zerfall in Mikroplastik und Nanoplastik.
Wie lange dauert der Abbau?
Die genaue Dauer lässt sich nicht exakt bestimmen, da sie von vielen Faktoren abhängt. Für eine handelsübliche 0,5-Liter-PET-Flasche werden jedoch häufig Zeiträume von etwa 450 bis über 1.000 Jahren genannt.
In den Alpen können die Bedingungen den Abbau zusätzlich verlangsamen:
- Niedrige Durchschnittstemperaturen
- Lange Winter mit Schnee und Eis
- Weniger aktive Mikroorganismen im Boden
- Teilweise geringe UV-Belastung durch längere Schneebedeckung
Dadurch kann eine PET-Flasche auf 1.200 Metern Höhe sogar länger erhalten bleiben als in wärmeren Regionen.
Was passiert mit der Flasche im Laufe der Zeit?
Die ersten Jahre
In den ersten Jahren verändert sich die Flasche äußerlich kaum. Etiketten können sich lösen und der Kunststoff wird durch UV-Strahlung langsam spröde.
Nach einigen Jahrzehnten
Wind, Frost und Sonneneinstrahlung verursachen feine Risse. Die Flasche verliert ihre Stabilität und beginnt in größere Kunststoffstücke zu zerbrechen.
Nach Jahrhunderten
Die größeren Teile zerfallen zu immer kleineren Fragmenten. Diese werden durch Regenwasser, Bäche und Schmelzwasser weiter transportiert. Es entsteht Mikroplastik, das Böden, Gewässer und letztlich auch Tiere belastet.
Vollständiger Abbau?
Ob eine PET-Flasche jemals vollständig zu ihren chemischen Grundbestandteilen abgebaut wird, ist schwer zu bestimmen. Schätzungen reichen von mehreren Jahrhunderten bis weit über tausend Jahre.

Warum ist das für die Alpen problematisch?
Die Aappelierenlpen gelten als empfindliches Ökosystem. Mikroplastik wurde inzwischen selbst in abgelegenen Gebirgsregionen und hochalpinen Gewässern nachgewiesen. Kunststoffreste können von Tieren aufgenommen werden und gelangen über Wasserläufe in Flüsse und schließlich in größere Ökosysteme.
Eine einzige weggeworfene Getränkeflasche kann somit über Generationen hinweg Spuren in der Natur hinterlassen.
Fazit
Eine 0,5-Liter-PET-Flasche benötigt in den Alpen auf etwa 1.200 Metern Höhe vermutlich mindestens mehrere hundert Jahre, oft werden Zeiträume von ca. 450 Jahre genannt. Dabei verrottet sie nicht vollständig, sondern zerfällt nach und nach zu Mikroplastik.
Wer in den Bergen unterwegs ist, sollte deshalb jeden Abfall wieder mit ins Tal nehmen. Eine leere Flasche wiegt nur wenige Gramm – ihre Auswirkungen auf die Natur können jedoch Jahrhunderte überdauern.
Ich möchte hier nur an jeden von uns appellieren: Bitte nehmt alles wieder mit, was Ihr bei euren Outdoor-Aktivitäten draußen auspackt und benutzt. Nur so können wir alle gemeinsam unsere Natur ein bisschen schützen. Und es auf andere zu schieben gilt nicht.
Wir sind die Vorbilder für alle anderen – egal wie alt oder jung! Und Zum Schluss kannst Du Dich noch mehr mit dem Thema über meine Quellen informieren.
Wir freuen uns auf Dich
Carola & Stephan
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Quellen zum Artikel
1. Europäische Kommission – Plastikflaschen und Zersetzungsdauer
Die EU nennt für Plastikflaschen Zeiträume von 450 bis 1.000 Jahren und weist darauf hin, dass sie letztlich zu Mikroplastik zerfallen.
EU-Kommission: 5 Dinge über Einwegplastik
2. United Nations (UN) – Plastic is Forever
Die Vereinten Nationen erklären, dass Plastikabfälle zwar über Jahrhunderte zerfallen können, aber nie vollständig verschwinden, sondern immer kleinere Partikel bilden.
UN-Ausstellung „Plastic is Forever“
3. Wissenschaftliche Veröffentlichung zu PET und Mikroplastik
Diese Fachpublikation beschreibt die hohe Stabilität von PET und nennt Zeiträume von bis zu 500 Jahren für den Abbau sowie die Entstehung von Mikroplastik.
MDPI – Sustainable Management of Microplastic Pollutions from PET Bottles
4. Schweizer Forschungsanstalt WSL – Kunststoffabbau in kalten Regionen
Besonders interessant für Deinen Alpen-Bezug. Die WSL forscht daran, wie Kunststoffe unter den kalten Bedingungen der Alpen und der Arktis abgebaut werden. Die Forschung zeigt, dass niedrige Temperaturen biologische Abbauprozesse erschweren.
WSL – Biodegradation of Plastic at Low Temperatures
5. BOKU Wien – Mikroplastik im alpinen Wasserkreislauf
Österreichische Forschungsarbeit über Mikroplastik in alpinen Gewässern und dessen Verbreitung in Gebirgsregionen.




