Es gibt Dinge, die sollte man bei einer Radtour immer dabei haben. Ich fasse das mal unter den Begriff „Rad-Tools“ in diesem Beitrag zusammen. Und ich meine natürlich nicht den schnellen „Ritt“ zum Supermarkt um die Ecke, sondern alles was über 10 km hinaus geht.
Meine Rad-Tools kurz gelistet
Die Links (Amazon) führen zu den Teilen, die ich selbst im Einsatz habe.
Natürlich kommt es auch drauf an was ich an Unterbringungsmöglichkeiten habe. Habe ich eine Fahrradtasche dabei, Fahre ich mit einem kleinen oder großen Rucksack los. Da kommen wir natürlich gleich zur nächsten Frage was muss auf jedem Fall dabei sein.
Rad-Tool Nr. 1 – der Helm
Den Helm habe ich auf dem Kopf, der muss also nicht verstaut werden. Und auch wenn ich hier in den Bergen oft die ganz coolen Biker/Bikerinnen sehe, die ihren Helm am Rucksack oder Lenker befestigt haben, so kann ich Dir nur sagen, meine Helme haben mir mindestens 2x das LEBEN gerettet. Und das sage ich nach mehreren 10.000 km, die ich in den Beinen habe.
Das eine mal flog ich über den Lenker im Stadtverkehr und landete mit dem Schädel auf eine Bordsteinkante. Bis auf Kopfschmerzen und die Anschaffung eines neuen Helmes war nix passiert. Der zweite Fall war auch klassisch im Straßenverkehr. Ich fuhr gute 20 km/h und in einer wenig befahrenden Straße kam ein Schüler hinter einem hohen Auto mit seine Fahrrad hervor. Ich knallte mit meinem Vorderrad auf sein Vorderrad und flog wie ein Stuntman über den Lenker. Und da kommen auch schon die Handschuhe ins spiel.
Rad-Tool Nr. 2 – die Handschuhe
Ja ohne Handschuhe hätte ich bei den Stürzen schöne Schürfwunden an den Händen gehabt. Je nach Witterung sind es die fingerlose Handschuhe oder die klassischen Mountainbiker Handschuhe. Und in der kalten Jahreszeit greife ich gerne auf Thermo-Handschuhe zurück. Denn im Fahrtwind kann es auch schon mal kühl werden und außerdem ist es auch etwas angenehmer mit Handschuhen bei längeren Touren. Auch dieses Rad-Tool nimmt nicht viel Platz weg und landet dann eher mal im Trikot oder der Hose.
Tipp 1:
Jungs Radhosen sehen oft nicht cool aus, aber der Po dankt es Dir. Und der richtige Sattel ist noch wichtiger!
Rad-Tool Nr. 3 – die Beleuchtung
Mein E-Bike habe ich ohne feste Beleuchtung gekauft und deshalb habe ich mir eine ganz kleine Tasche für den Sattel angeschafft. Da habe ich immer die Frontlampe und das Rücklicht drin. Und bei meinem Set übernimmt das Rücklicht auch noch das Bremslicht, was für die anderen Verkehrsteilnehmer auch hilfreich ist. Ohnme Beleuchtung, egal zu welcher Tageszeit gehe ich nicht raus! Und wenn ich viel mit dem Rad unterwegs bin, dann checke ich einmal die Woche die Akkus.
Rad-Tool Nr. 4 – das Werkzeug

Hier setze ich auf die Marke Wera und kann nur sagen, die Tools sind ihr Geld wert. Und bei dem Set was ich habe, kann ich die Bits & Knarre in eine kleinen „Behälter“ packen, die ich für mein Rad auch wirklich benötige. Dann muss nicht immer alle 41 Teile komplett dabei sein. Natürlich tut es auch das richtige Multitool speziell für Fahrräder. Aber prüfe ob dann auch die richtigen Bits dabei sind und Du nicht das böse Erwachen hast, wenn Du den passenden Bits nicht dabei hast.
Rad-Tool Nr. 5 – die Luftpumpe
Wenn wir schon mit Luft auf den Reifen fahren, dann sollten wir auch immer Luft im Gepäck haben. Wenn ich eine große Tasche dabei habe, dann habe ich die Bosch Akku Pumpe dabei. Vor ein paar Tagen konnte ich damit einem Gravelbike Fahrer schnell mal zu den benötigten Bar auf dem Reifen verhelfen. Mit der Handpumpe hätte er wohl 30 Minuten benötigt.
Und bei kleineren Touren mit Rucksack setzte ich dann auf eine kleine leite Handpumpe und muss im Ernstfall auf meine Muskelkraft setzen. Dann schaue ich auch immer, ob ich eine Tankstelle finde, wo ich dann richtig „Druck aufbauen“ kann.

Tipp 2 & 3:
Wichtig ist dann noch der richtige Adapter von Autoreifen auf das Ventil, was an Deinem Rad verbaut ist. Den richtigen Reifendruck kannst Du am Mantel ablesen!
Rad-Tool Nr. 6 – Flickzeug / Schlauch
Da musst Du Dir erst einmal die Frage stellen was hast Du. Schlauch oder schlauchlos ist hier die große Frage. Ich bin noch mit Schläuchen (Schwalbe Smart Sam, Active, 2.6) unterwegs und meistens habe ich einen Ersatz-Schlauch dabei und zusätzlich das Flickzeug. Wenn ich Zeit habe, dann nutze ich das Flickzeug auf der Tour und wenn es schnell gehen muss, wird der Schlauch gewechselt und der andere dann Zuhause geflickt. Und bei tubeless Bereifung brauchst die richtige Milch im Gepäck um das Loch zu schließen. Und ganz wichtig sind gute Reifenheber, die die Felge und den Mantel nicht beschädigen.
Rad-Tool Nr. 7 – das Erste-Hilfe Set
Ich selbst habe bei jeder Wanderung und auch bei jeder Radtour ein Erste Hilfe Set dabei. Bisher musste es noch nicht zum Einsatz gebracht werden, aber lieber dabei haben, als es dann im Ernstfall vermissen. Ich habe mir damals das von deuter geholt, aber jedes andere tut es auch. Und es gibt auch welche speziell für das Fahrradfahren. Alle paar Jahre prüfe ich dann das Ablaufdatum und ersetzte es durch ein neues Set und Teile.
Rad-Tool Nr. 8 – der Notgroschen
Wenn alles nicht hilft, dann sollte man immer ein paar Euro dabei haben. So kommt man vielleicht dann mit der Bahn wieder nach Hause, kann unterwegs bei einem Hungerast irgendwo einkehren oder was man noch so alles mit dem Notgroschen anstellen kann.
Das sind die Dinge, die mir einfallen und die ich entweder am Rad, im Rucksack oder in der Tasche am Gepäckträger dran habe. Außerdem sollte man unbedingt immer noch das Handy dabei haben. Auch ein Riegel und natürlich die volle Trinkflasche dürfen nicht fehlen.
Was hast Du bei deinen Radtouren alles im Gepäck?
Wir freuen uns auf Dich
Carola & Stephan

