Um 5:00 Uhr klingelte der Wecker für unseren „großen“ Plan das Wettersteingebirge zu umrunden. Laut Komoot sollten es dann unterm Strich knapp 100 km werden und wir haben uns auf diesen Tag gefreut.
Wettersteingebirge wo &wie
Das Wettersteingebirge, kurz auch Wetterstein genannt, ist eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen im südlichen Deutschland und westlichen Österreich. Anteil haben der Freistaat Bayern und das Land Tirol. Das Gebirge erreicht seinen höchsten Punkt in der Zugspitze, mit einer Höhe von 2962 m ü. NHN der höchste Berg Deutschlands. Das stark verkarstete Gebirge besteht vorwiegend aus Kalken der Trias, vor allem aus Wettersteinkalk. Durch Alpenvereinshütten, ein großes Wegenetz und mehrere Wintersportgebiete ist das Wettersteingebirge für den Tourismus erschlossen. (Quelle Text & Grafik Wikipedia)

Ab aufs Rad und los
Um 6 Uhr bei bestem Wetterchen sind wir in Seefeld gestartet. Durch Leutasch geradelt, dann hatten wir das ganze Gaistal für uns alleine und haben schön am Igelsee (ohne Wasser) gefrühstückt 🤩. Diese Ruhe und mehr Tiere als Menschen in den ersten Stunden, was möchte man mehr.
Oben am Abzweig sind wir dann rechts runter in Richtung Ehrwalder Alm 🚵♀️🚵🏻 und dann schön kurvig nach Ehrwald gefahren. Da wurden die Scheibenbremsen dann aber auch mal auf „Herz & Nieren“ getestet. Wir sind heil in Ehrwald angekommen. Wir haben schon hier beschlossen, das wir immer den Schotterweg durch das Gaistal hoch fahren, denn wenn man die Runde anders herum fährt, dann ist ja das Gaistal mit dem Schotter zum Schluss dran. Und Ehrlich, dass will man nicht wirklich, denn die Konzentration wird mit den Stunden auch nicht besser.
Lermoos und Grubigstein haben wir dann noch zugewunken, bevor wir rechts in Richtung Garmisch abgebogen sind . Mega toller Radweg mit dem Häselgehrwasserfall an der Seite. Dort, nach gut 33 km, haben wir eine kleine Erfrischungspause gemacht .

Kurz hinter Griesen haben wir dann die Loisach genossen und es ging ab ins Wasser 💦🙏🏻👌🏻. Später sind wir dann bis Partenkirchen gefahren und haben dort sehr lecker Mittag gegessen.
Danach führte der Weg an der Straße erst wieder hoch und dann wieder runter nach Mittenwald. In Mittenwald haben wir uns dann ein Eis 🍦 gegönnt ( musste sein – Doping für die Reststrecke) bevor wir dann durch den schönen und schattigen Riedboden in Richtung Scharnitz geradelt sind . In Giessenbach noch einmal ins 💦 gehüpft um erfrischt die letzten 10 km bis nach Hause, zu radeln. Ein rundum gelungener und wunderschöner Sommer Tag ☀️🤩🙏🏻🥳🍀🚵🏻🚵♀️👩🏼❤️👨🏼
Und nach 97 km waren wir auch froh, dass wir gesund und platt Zuhause waren. Wir waren ohne die Pause gut 6 Stunden unterwegs und unsere Akkus der Bikes haben uns wie gewohnt nicht im Stich gelassen.
Die Tour sollten man vielleicht eher im Frühjahr oder Herbst angehen. Oder man fährt tatsächlich schon um 5 oder 6 Uhr los. Dann hat man noch die morgendliche Kühle und erste ab Ehrwald wurde es dann richtig warm. Trinken und eine gute Kondition ist bei Hitze trotz E-Bike Pflicht.


Für mich mit 60 Jahren und mit E-Bike war die Tour super zu bewältigen. Aber wir sind auch oft mit dem Rad unterwegs. Deshalb würde ich mal diese Tour mit einer 7 als Schwierigkeitsgrad bewerten.
100 Kilometer, die magische Marke
Irgendwann kommt fasst jeder Radler an den Punkt, wo er die 100 Kilometer bei einer Tour erreicht. Aber ein Tipp von uns: Bitte wenn Du das vor hast, dann sollte die erste 100 km-Tour in einer Region sein, die Du kennst und wo man zur Not auch Freunde anrufen kann. Also nicht als Berliner, wenn man nur das Flache gewohnt ist, das als Premiere in den Bergen probieren.
Wenn Du jetzt Lust hast das Wetterstein von allen Seiten zu betrachten, dann findest Du unsere Tour hier bei Komoot. Die tollen Bilder sind mal wieder von Carola, da ich für das Video zuständig war. Und Videos von unseren Touren findest Du hier auf YouTube.
Und einen Tipp in Sachen Trinken aus einem Gebirgsbach oder Fluss: Wir haben jeder immer einer Flasche Wasser dabei und wenn wir wissen, dass wir an einem Bach oder Fluss vorbei kommen, dann füllen wir die Flaschen dort immer auf!
Damit haben wir bisher super Erfahrungen gemacht. Das Wasser ist kalt und nach ein paar Minuten in der Flasche gut trinkbar. Und wenn man isotonisches Getränke Pulver benutzt, dann ein bisschen in eine kleine Tüte oder so füllen und man kann sich dann noch die benötigte Power spät auf der Runde zuführen.
Aber das Wasser in Oberbayern und Tirol schmeckt selbst mir, also Stephan, der gerne Cola trinkt! Und was man auch immer dabei haben sollte ist etwas Obst und auch für alle Fälle etwas Klebeband. Denn ab und Zu kann man mit Klebeband schnell eine Sache reparieren. Den Fall hatten wir schon mit der Halterung eines Schutzbleches. Da hatte sich die Schraube gelöst und war raus gefallen. Mit dem Klebeband konnte ich das wieder fixieren und wir konnten in Ruhe nach Hause radeln. Was ich so bei unseren Touren dabei habe, das kannst Du hier nachlesen.
Wir freuen uns auf Dich
Carola & Stephan




